Produktrendering MHT

Von der Idee zur fertigen 3D-Visualisierung

23. Juni 2026 · 8 Minuten Lesezeit
Fachthema

Ob fotorealistisches Rendering, technische Animation, interaktive Produktkonfiguratoren oder virtuelle Erlebniswelten – viele Unternehmen interessieren sich für die Möglichkeiten moderner 3D-Technologien, wissen jedoch oft nicht, wie ein solches Projekt startet. Welche Daten werden benötigt? Wie läuft die Umsetzung ab? Und wie aufwendig ist die Vorbereitung?
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen reichen bereits vorhandene 3D-Daten, eine klare Projektidee und einige Referenzen, um ein professionelles 3D-Projekt auf den Weg zu bringen.

Die passende Art der 3D-Visualisierung

Je nach Zielsetzung kommen unterschiedliche 3D-Anwendungen zum Einsatz:

Renderings

für hochwertige Einzelbilder von Produkten, Maschinen oder Anlagen

Animationen

zur Darstellung von Funktionen, Prozessen oder Montageabläufen

Simulationen

für technische Abläufe und komplexe Bewegungsprozesse

Produktkonfiguratoren

für interaktive Produktpräsentationen mit individuellen Auswahlmöglichkeiten

Virtual Experiences

für virtuelle Showrooms, Messestände oder Schulungsanwendungen

3D-Modellierung

für Produkte oder Objekte, die noch nicht als digitales Modell vorliegen

Jede dieser Anwendungen hat eigene Anforderungen, basiert jedoch auf einem ähnlichen Projektablauf.

KI-generierte Mesh-Struktur

Welche Daten werden benötigt?

Für Renderings, Animationen, Simulationen, Produktkonfiguratoren und Virtual Experiences bilden vorhandene 3D-Daten die Grundlage. Idealerweise liegen diese in gängigen Formaten wie beispielsweise .STEP, .FBX, .OBJ oder .BLEND vor.

Darüber hinaus helfen folgende Informationen bei der Umsetzung:

Referenzbilder oder Beschreibungen für Materialien und Oberflächen

Ein Moodboard oder Beispielbilder für das gewünschte Look-and-Feel

Informationen zu Farben, Branding-Vorgaben oder Corporate Design

Bei Produktkonfiguratoren eine Übersicht der verfügbaren Konfigurationsoptionen

Bei Animationen oder Simulationen ein Storyboard, Video oder eine andere Referenz zur gewünschten Darstellung

Praxis-Tipp

Sollte noch kein 3D-Modell existieren, kann dieses auf Basis von Zeichnungen, technischen Daten, Fotos oder realen Exponaten erstellt werden.
Breakdown eines 3D-Projekts für Dehn SE

Der Weg zum fertigen Ergebnis

1. Aufbereitung oder Erstellung der 3D-Modelle

Zu Beginn werden die bereitgestellten CAD- oder 3D-Daten geprüft und für die weitere Verarbeitung optimiert. Falls erforderlich, erstellen wir die Modelle auch vollständig neu nach den Vorgaben unserer Kunden.

2. Material- und Oberflächengestaltung

Im nächsten Schritt werden die Modelle mit den gewünschten Materialien und Texturen versehen. Grundlage dafür sind Referenzbilder, Materialmuster oder detaillierte Beschreibungen. So entstehen realistische Oberflächen, die dem späteren Produkt möglichst exakt entsprechen.

3. Inszenierung und Visualisierung

Für Renderings, Animationen und Simulationen werden die Produkte anschließend in Szene gesetzt. Dazu gehören unter anderem: Beleuchtung, Kameraführung, Perspektiven, Hintergründe und Umgebungen.
Ziel ist es, das Produkt optimal zu präsentieren und die gewünschten Informationen verständlich zu vermitteln. Die fertigen Ergebnisse können je nach Anwendungsfall beispielsweise als PNG-, JPG- oder TIFF-Bilder sowie als MP4-Video ausgegeben werden.

4. Animation und technische Abläufe

Bei Animationen und Simulationen werden einzelne Bauteile, Maschinen oder Prozesse entsprechend der gewünschten Funktion animiert. Storyboards oder Referenzvideos helfen dabei, Abläufe präzise und nachvollziehbar umzusetzen.

5. Entwicklung interaktiver Anwendungen

Für Produktkonfiguratoren und Virtual Experiences werden die aufbereiteten Daten anschließend in die Entwicklungsumgebung übertragen. Dort werden Funktionen wie Konfigurationsmöglichkeiten, Animationen, Interaktionen oder Benutzeroberflächen umgesetzt. Zusätzlich entstehen die benötigten virtuellen Umgebungen – beispielsweise Showrooms, Produktionshallen oder Messestände. Je nach Projekt wird die Anwendung anschließend als ausführbare Datei oder über Cloud-Streaming bereitgestellt, sodass sie ohne leistungsstarke Hardware genutzt werden kann.

Fazit

Der Einstieg in ein 3D-Projekt ist häufig unkomplizierter als viele Unternehmen vermuten. Bereits vorhandene CAD-Daten, eine konkrete Idee und einige Referenzen zum gewünschten Erscheinungsbild reichen oft aus, um die Grundlage für hochwertige 3D-Visualisierungen, Animationen oder interaktive Anwendungen zu schaffen.

Von der ersten Konzeptidee bis zur fertigen Anwendung begleiten wir den gesamten Prozess und entwickeln individuelle Lösungen, die Produkte, Maschinen und technische Zusammenhänge verständlich und eindrucksvoll präsentieren.

Weitere Fachbeiträge

Impressum AGBs